And the Oscar goes to: IKEA

Eine interessante – wenn auch für Kinogänger sicherlich ärgerliche – Ambient Media/Guerillamarketing-Aktion gibt es nun von DDB Berlin für das Schwedische Möbelhaus IKEA: Mit einem leistungsstarken Beamer werden nun Werbeanzeigen direkt auf die Filmleinwand in Kinofilme projiziert. So könnte man Werbung für die neue Einbauküche direkt neben Brad Pitt projizieren, der vor einer Küchenleiste steht. Oder man könnte in einer Bettszene das aktuelle Bettenangebot des Möbelhauses direkt neben den Protagonisten sehen. Mit der Aktion könnte man jegliche Werbung direkt in Film projizieren. Bei Testvorführungen hat die IKEA-Aktion auch schon Erfolg gezeigt: in insgesamt 92 Testvorführungen wurde diese IKEA-Werbung in Szenen mit Brad Pitt, George Clooney und anderen bekannten Filmgrößen projiziert. Daraufhin wurden 5000 Kataloge des Möbelhauses an den Mann gebracht.

IKEA

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Kommentare

25 Kommentare zu “And the Oscar goes to: IKEA”

  1. Christian am Dezember 17th, 2009 16:27

    Sicherlich eine interessante Art und Weise Werbung zu machen, aber wenn in meinem Stammkino damit angefangen wird, gehe ich da sicher nicht mehr rein.

    Wo soll dann noch der Unterschied zu ProSieben oder RTL sein bei denen mehr Werbung als Film zu sehen ist!?

  2. Jan am Dezember 17th, 2009 17:17

    Puh, irgendwann hörts doch auf, oder? Wenn ich für nen Film bezahle, find ich die Werbung vorher schon hart an der Grenze. Product Placement im Film mag ja noch in Ordnung gehen. Aber so was?

  3. Seppel am Dezember 18th, 2009 09:02

    Wenn das wirklich kommt ist Kino für mich gestorben!
    Die Werbung am Anfang – OK!
    Die Filmvorschau – OK weil unterhaltsam!
    Werbung im Film?? – Auf keinen Fall! Ich habe keinen Bock darauf ständig von Werbung umzingelt zu sein. 99,9% des Tages glotzt man eh schon auf Werbung – wenigstens ein Film sollte davon frei bleiben!

  4. Martin am Dezember 18th, 2009 09:15

    Furchtbar! Das zerstört jedes Kinoerlebnis und wird der (Nerv-)Marke sicher nicht zuträglich sein. Erstmal klingt es außergewöhnlich weil neu, aber bei genauerem Nachdenken sollte man von solchen Werbeformen deutlich Abstand nehmen.

  5. Juliane am Dezember 18th, 2009 09:40

    Absolut indiskutabel. Auch ich würde ein solches Kino meiden!

  6. Marc am Dezember 18th, 2009 10:10

    Für Kinogänger vor allem ein alter Hut:

    Fight Club (1999)

    http://criticalcommons.org/Members/adiab/clips/FF_FincherFightClub-possum.mp4/view

  7. kOOk am Dezember 18th, 2009 12:06

    Die Anzeige selbst ist das Guerilla-Marketing, die machen das nicht wirklich…

  8. Stefan Mathey am Dezember 18th, 2009 16:47

    ..and the Oscar goes to…

    vielleicht sollte man eher sagen:

    ..and the Golden Osama goes to…

    Das ist doch kein Guerilla-Marketing, sondern Terrorismus.
    Alternative: Ikea kann den Zuschauern ja den Film sponsern und z.B. die Hälfte des Eintritts bezahlen, dann könnte man dem wenigstens noch etwas Positives abgewinnen.

  9. Johannes am Dezember 18th, 2009 18:55

    Scheußlich, ich würde sofort rausgehen!

  10. Erbost !!! am Dezember 18th, 2009 20:22

    meine Fresse noch mal ! jeder weis doch, daß man ins Kino geht, um einen Film zu gucken (hauptsächlich jedenfalls)
    dieses Erlebnis wird schon jetzt ausgenutzt durch das alles drum rum – Popcorn, Cola, Restaurants, Werbung vor dem Film usw. …
    ich zahl lieber ‘nen Euro mehr, wenn dazwischen keine Werbung ist!

  11. Kralle am Dezember 19th, 2009 16:16

    Mir wird schlecht.

  12. Robert Andersen am Dezember 21st, 2009 18:31

    30 Jahre GUERILLAPROJEKTION:

    » Jenny Holzer seit 1979.

    » GRL seit 2002.
    » Julius von Bismarck 2007.
    » IKEA; EASTPAK 2009.

    (ohne Gewähr auf Vollständigkeit)

  13. oohpps am Dezember 22nd, 2009 08:18

    Da das vorher kaum etwas dagegen machen kann, habe ich nun einen Grund mehr, meiner Frau zu begründen, warum wir IKEA meiden sollten: Fehlende nachhaltige Produktionsmethoden durch nachhaltige Werbung zu ersetzen ist eine eigenwillige Auffassung der Verantwortung, die ein solcher Konzern trägt.

    Hast Du´s schon kapiert, oder kaufst Du noch?

  14. Petra am Dezember 22nd, 2009 09:00

    Jetzt fallen Filme aus der unbemannten Luft direkt in Allgemeinbesitz und Kinos werden zu öffentlichen Plätze. Weis nicht was einen mehr zusammenzucken lässt: die gefährlich naiven Nestbeschmutzer hinter dieser Aktion bei DDB, die Abschreib-Reporter hinter diesem Artikel bei zweinullig.de oder das fehlende Verständnis der kommentarschreibenden Leser über Copyrightschutz von kreativen Werken.

    Stichwort Copyrightschutz: Was einen eher interessieren würde und nicht in diesem Artikel steht: Hat Fox2000 das Copyright-Infringement entdeckt und rechtliche Schritte eingeleitet und wie hoch ist das Settlement zwischen Fox2000 pictures und DDB Berlin. Und auch: welche DDB Praktikanten haben sich nach der Kampagne einen neuen Job gesucht, oder ggf im Interview die Erkenntnis gezeigt, dass jede kreative Leistung ( auch ihre eigene ) Rechtschutz hat (und verdient) und das es das nicht wert war, nur für ein niedrigniveauiges Beeindrucken der Vorgesetzten CDs.

    Die eigentliche Geschichte war hier nicht recherchiert: H-Wood ist bekannt für ausgeklügelte Rechtemodelle und weltweite Durchsetzung dieser Rechte. Ist also nur eine Frage der Zeit, bevor DDB einen netten Brief bekommt. Die eigentliche Geschichte is, wie teuer DDB das Einsparen von Senioren durch diese Copyrightverletzung gekommen ist, und was 5 Minuten Guerilla-Publicity der Agentur monetär, effektiv und nachweislich gebracht haben.

    Und auf der menschlichen Ebene: Sowas von Kreativen, die eigentlich die käuflich erhältlichen und rechtlich geschützten Werke anderer Kreativer erkennen und achten sollten, weil sie selber unter ähnlichen Bedingungen kreative Leistungen erbringen, von denen sie sich vermutlich wünschen, das andere Kreative respektvoll damit umgehen. Schmalbrüstige 1.0 Guerilla-Ideen auf der Basis von kleingeistigem Karrieredenken schaded hier wieder mal allen, den Individuen wie den Systemen. Den Kreativen, der Agentur, dem Joballtag in der Agentur und der Rechtelandschaft

    Die eigentliche Geschichte also, das was rechtlich, menschlich und fachlich passiert, wenn’s wirklich interessant wird und der Brief da ist, bleibt hier aber mal wieder unberichtet.

  15. joey am Dezember 22nd, 2009 09:26

    Supi. Endlich ein weiterer Grund, ohne schlechtes Gewissen, die Filme aus den bekannten Quellen (natürlich ohne Werbung) in Ruhe und umsonst zu Hause zu sehen.

    Wer ist nicht schon heute davon genervt, daß auf GEKAUFTEN DVDs erstmal der Raubkopier-Schmons erscheint, der nicht geskippt werden kann, während man die Raubkopie in Ruhe direkt sehen kann.

  16. Anonymous am Dezember 22nd, 2009 09:35

    Bislang war mir IKEA eigentlich recht sympathisch. Deren Werbung hatte immer einen gewissen Witz.

    Aber nach dieser Aktion sind sie bei mir unten durch. Sollte das Schule machen, werde ich IKEA ab sofort komplett boykottieren.

    Abartig, diese Aktion!

  17. Donna061206 am Dezember 22nd, 2009 11:43

    Ob die Herren Pit & Co das so toll finden. Kann mir vorstellen, dass da ein paar Anwälte aktiv werden. Schließlich werden Schauspieler indirekt von den Werbekarren gespannt.

    Und mal ehrlich, wer außer selbstverliebte Werbe finden diese Idee toll? Ich gehe ins Kino, um mir einen Film in toller Atmosphäre OHNE Werbung anzuschauen. Totaler Schwachsinn. Wäre auch mal interessant zu wissen, was IKEA dafür bezahlt hat. Wahrscheinlich hätte man die 5000 Kataloge mit dem Geld auch persönlich mit einem 5 Euro Schein als Dankeschön an jeden in der Fußgängerzone verteilen können.

    Wuff. Donna

  18. Kali am Dezember 23rd, 2009 12:01

    Ist doch sicher nur eine dieser Phantom- oder Zombiekreationen, die für Awards kreiert wurden und jeglicher Praktikabilität entbehrt. Kreativität um der Kreativität Willen. Kein normal denkender Mensch und erst recht keine Kinozuschauer, würden das tolerieren.

    Schade, dass genau sowas von DDB kommt, da deren Chef Amir Kassaei immer propagiert, dass sich Werbung am Ergebnis messen lassen muss.

    Das hier ist eindeutig eine Totgeburt.

  19. Florian am Januar 14th, 2010 10:26

    ob geklaut oder nicht…die idee ist gut.
    schade das ddb da kein “via” angehängt hat…

  20. Deckard am Januar 14th, 2010 12:28

    Muss ein ganz besonderes Kino sein – Burn After Reading (rechts) lief im Oktober 2008 an, Keinohrhasen (Abspann links) im Dezember 2007. Der Ikea-Katalog erscheint immer im August.

  21. Thorsten am April 9th, 2010 12:59

    Keine schlechte Idee, hab das leider noch nicht live gesehen.

  22. Kelsy am Oktober 29th, 2010 15:08

    Gute idee von Ikea! Muss sicher ein besonderes Kino sein.

    Ich freue mich auf mehr info.

  23. ralle am November 30th, 2010 21:52

    Mal was neues – leider habe ich es aber noch nicht im Kino gesehen.

  24. Tobias am März 20th, 2011 15:54

    Werbetechnisch echt gut gemacht… nervt aber bestimmt jeden Kinobesucher. Wer will Ikea-Werbung neben Brad Pitt sehen?

  25. Alexander am April 20th, 2011 10:00

    Die komplette In Video Technik nervt mich. Das gibt es nun ja auch schon bei Musikvideos etc. Wenn ich ein Lied von Lena anhören will, dann will ich nicht immer im Video die Shopverlinkung rumfliegen sehen…

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